Büsum

Büsum befindet sie, wie das namensähnliche Husum direkt an der Nordsee im Bundesland Schleswig-Holstein. Einst war Büsum eine Insel, die durch die Sturmfluten nach und nach ein Teil des Festlandes wurde. Die großen Sturmfluten trugen den Südteil der Insel ab und im Nordosten sammelte sich Schlick an, wodurch sich der verbleibende Inselteil im Norden mit dem Festland verband. Durch die Eindeichung wurde Büsum Teil des Festlandes und zu einem beliebten Urlaubsziel.

Man kann direkt an der Nordsee spazieren gehen. Viele Treppen führen in die Nordsee, wo man bei Flut schwimmen, oder bei Ebbe eine Wattwanderung machen kann. Die Deiche sind ebenfalls begehbar und bieten einen erhöhten Blick auf die Nordsee. In der Familienlagune „Watt’n Insel“ gibt es viele Freizeitaktivitäten, wie z.b. Windsurfen, Kiten, Tretboot fahren oder im Naturschwimmbecken schwimmen.

Die Stadt bietet viele schöne Sehenswürdigkeiten, wie z.B. dem Hafen. Büsum hat vier Hafenbecken, von welchem man den über 100 Jahre alten Leuchtturm sehen kann. Durch die Eindeichung des Hafenkooges (1941) gilt der Büsumer Hafen wegen einer Seeschleuse als Sturmsicher und wurde in der Folgezeit zum größten Kutterhafen Deutschlands. Auch heute beheimatet der Hafen viele Krabbenkutter. Dort kann man den Fischern bei der Arbeit zusehen und die frischen Nordseekrabben direkt am Hafen, vom Kutter kaufen. Darüber freuen sich nicht nur die Besucher des Hafens, sondern auch die Möwen, welche immer auf eine Chance lungern, eine oder zwei Krabben zu stehlen. (Oder alles Essbare, dass unbeobachtet ist – obwohl unbeobachtete in den Augen einer Möwe auch bedeutet, dass man gerade nicht auf das Fischbrötchen vor dem eigenen Gesicht schaut, weil man reinbeißen wollte)

In dem Hafen kann man auch Fahrten auf Ausflugsschiffen beginnen, wo man mit dem Schiff zu einer Insel fahren, oder eine Fangfahrt auf der hohen See machen kann. Nur wenige Schritte entfernt liegt der Museumshafen, das alte historische Hafenbecken. Dort kann man etwas über die Geschichte der Berufsschifffahrt lesen. Ein weiteres Museum ist das „Museum am Meer“, welches über die Entwicklung der Fischerei, der Krabbenverarbeitung und den Tourismus in Büsum berichtet und dies verbildlicht. Man kann darüber hinaus auch eine Hafenführung buchen.

Am Hafen gibt es auch ein Aquarium, in welchem man die Nordseebewohner beobachten kann, wie z.B. Rochen, Steinfische, Muränen und Barsche. Im Aquarium kann man die Unterschiedlichen Lebensräume der Nordsee sehen, z.B. Seegraswiese, Schlickgrund oder Muschelbank. Aber natürlich beherbergt das Aquarium auch viele Süßwasserfische, die man aus anderen Aquarien kennt.

Eine weitere historische Sehenswürdigkeit, ist die St. Clemens Fischerkirche, welche bereits 1281 auf der ehemaligen Insel Büsum gebaut wurde. Die Kirche wurde nach dem dritten Bischof von Rom und Papst um 100 n Chr. benannt, welcher als der Schutzheilige der Schiffer und Küstenbewohner gilt. Die erste Kirche fiel der ersten Marcellusflut im Jahre 1362 zum Opfer, danach wurde sie neu aufgebaut und brannte kurz darauf wieder ab. Im Jahre 1442 erbauten die Inselbewohner die Kirche erneut auf, dieses Mal auf einer Warft, einem aufgeschütteten Erdhügel. Dadurch war, wurde die Kirche zu einem sicheren Zufluchtsort bei Sturmfluten. Noch heute steht die Kirche am höchsten Punkt Büsums.

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